Was bedeutet es, Gestaltungsprozesse MitEinAnder zu initiieren und zu erleben? Mit, nicht ohne, und einer mit den anderen, dem Anderen. Ein Einfall wird mitgeteilt, ein weiterer folgt, ein Wort gibt das andere, VorschlĂ€ge werden zu EntwĂŒrfen, Skizzen, Modellen, es gibt Kalkulationen, AbwĂ€gungen, Abstimmungen und ein Ergebnis, an dessen Entstehung, Verwirklichung und Wertsteigerung alle beteiligt waren und sind. Was fĂŒr 'erwachsene' Kreativ-Kollektive selbstverstĂ€ndlich ist, scheint jede GĂŒltigkeit zu verlieren, sobald der Blick auf pĂ€dagogische Konstellationen gestalterischen MitEinAnders fĂ€llt: Erwachsene bestimmen die GegenstĂ€nde, Methoden, Zeiten und RĂ€ume kindlicher KreativitĂ€t. Sie bestimmen, was ein 'Ergebnis' ist und sie bestimmen, ob und warum es von Wert sein könnte. Warum eigentlich? Wege und Formen einer Beteiligung der Lernenden an der Planung des eigenen Kunstunterrichts als frĂŒhe und nachhaltige Form der Teilhabe am kulturellen Feld sind in der Alltagsdidaktik bislang kaum ernst genommen worden. Die Möglichkeiten kindlicher Expression und Artikulation haben indes viel mit der Kunst im Allgemeinen und mit gegenwĂ€rtiger kĂŒnstlerischer Praxis im Besonderen zu tun. Es geht dabei nicht um Kreationen einer sich selbst genĂŒgenden Ăsthetik, sondern um Konzepte und Verfahren, die sich mit der Analyse und Produktion von Lebenswelt im Kontext eines erweiterten Kunstbegriffs als Bildungsszenario befassen. Bildsamkeit setzt die LernfĂ€higkeit des Menschen voraus. Durch die LernfĂ€higkeit des Menschen werden Prozesse des Bildens und Sich-Selbst-Bildens möglich. In diesem Sinne ist Bildung als Aufforderung zur Selbstbestimmung, zur Bildung eigener FĂ€higkeiten, Neigungen und Potenziale in einem wechselseitigen VerhĂ€ltnis zur Gesellschaft zu begreifen. Eine zeitgemĂ€Ăe KunstpĂ€dagogik fordert produktiv diese FĂ€higkeiten von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern heraus, nimmt sie in ihrer Bildsamkeit und ihrem Gestaltungswillen ernst und erzeugt eine breite Basis fĂŒr die Verbindung von persönlicher Lebensgestaltung und Partizipation an der Entwicklung gesellschaftlicher Prozesse. Das vorliegende Buch soll Kriterien und Beispiele fĂŒr gelingende Partizipation aufzeigen und zugleich ermuntern, Formate der Mitentscheidung und -gestaltung von Kindern als pĂ€dagogische Herausforderung zu begreifen und umzusetzen. Die BeitrĂ€ge befragen die gĂ€ngige Praxis de Kunstunterrichts der Grundschule kritisch und geben in reflektierten Projektbeispielen Impulse zu ihrer VerĂ€nderung. WissenschaftlerInnen, KĂŒnstlerInnen, Lehrende an Schulen und Hochschulen, ReferendarInnen, Studierende und Kinder kommen in diesem Diskurs gleichermaĂen zu Wort.
Was bedeutet es, Gestaltungsprozesse MitEinAnder zu initiieren und zu erleben? Mit, nicht ohne, und einer mit den anderen, dem Anderen. Ein Einfall wird mitgeteilt, ein weiterer folgt, ein Wort gibt das andere, VorschlĂ€ge werden zu EntwĂŒrfen, Skizzen, Modellen, es gibt Kalkulationen, AbwĂ€gungen, Abstimmungen und ein Ergebnis, an dessen Entstehung, Verwirklichung und Wertsteigerung alle beteiligt waren und sind. Was fĂŒr 'erwachsene' Kreativ-Kollektive selbstverstĂ€ndlich ist, scheint jede GĂŒltigkeit zu verlieren, sobald der Blick auf pĂ€dagogische Konstellationen gestalterischen MitEinAnders fĂ€llt: Erwachsene bestimmen die GegenstĂ€nde, Methoden, Zeiten und RĂ€ume kindlicher KreativitĂ€t. Sie bestimmen, was ein 'Ergebnis' ist und sie bestimmen, ob und warum es von Wert sein könnte. Warum eigentlich? Wege und Formen einer Beteiligung der Lernenden an der Planung des eigenen Kunstunterrichts als frĂŒhe und nachhaltige Form der Teilhabe am kulturellen Feld sind in der Alltagsdidaktik bislang kaum ernst genommen worden. Die Möglichkeiten kindlicher Expression und Artikulation haben indes viel mit der Kunst im Allgemeinen und mit gegenwĂ€rtiger kĂŒnstlerischer Praxis im Besonderen zu tun. Es geht dabei nicht um Kreationen einer sich selbst genĂŒgenden Ăsthetik, sondern um Konzepte und Verfahren, die sich mit der Analyse und Produktion von Lebenswelt im Kontext eines erweiterten Kunstbegriffs als Bildungsszenario befassen. Bildsamkeit setzt die LernfĂ€higkeit des Menschen voraus. Durch die LernfĂ€higkeit des Menschen werden Prozesse des Bildens und Sich-Selbst-Bildens möglich. In diesem Sinne ist Bildung als Aufforderung zur Selbstbestimmung, zur Bildung eigener FĂ€higkeiten, Neigungen und Potenziale in einem wechselseitigen VerhĂ€ltnis zur Gesellschaft zu begreifen. Eine zeitgemĂ€Ăe KunstpĂ€dagogik fordert produktiv diese FĂ€higkeiten von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern heraus, nimmt sie in ihrer Bildsamkeit und ihrem Gestaltungswillen ernst und erzeugt eine breite Basis fĂŒr die Verbindung von persönlicher Lebensgestaltung und Partizipation an der Entwicklung gesellschaftlicher Prozesse. Das vorliegende Buch soll Kriterien und Beispiele fĂŒr gelingende Partizipation aufzeigen und zugleich ermuntern, Formate der Mitentscheidung und -gestaltung von Kindern als pĂ€dagogische Herausforderung zu begreifen und umzusetzen. Die BeitrĂ€ge befragen die gĂ€ngige Praxis de Kunstunterrichts der Grundschule kritisch und geben in reflektierten Projektbeispielen Impulse zu ihrer VerĂ€nderung. WissenschaftlerInnen, KĂŒnstlerInnen, Lehrende an Schulen und Hochschulen, ReferendarInnen, Studierende und Kinder kommen in diesem Diskurs gleichermaĂen zu Wort.