Nach Dodd (1998) umfasst der Terminus Interkulturelle Kommunikation â(âŠ) the influence of cultural variability and diversity on interpersonally oriented communication outcomes. Differences in communication and social style, world view, customs, expectations, rules, roles, and myths illustrate a few of the elements that explain how culture shapes the communication process.â (S. 4, Hervorh. nicht im Original).
Einen Begriff von Interkultureller Kommunikation zu haben setzt (so auch in obiger Definition) ein VerstĂ€ndnis davon voraus, was jeweils unter Kultur zu verstehen ist. Die begriffliche Festsetzung von âKulturâ ist jedoch nicht unproblematisch, weil hier die Möglichkeit der politischen Instrumentalisierung besteht (siehe hierzu Waldow 2002). Im diskursiv akzeptierten Kulturbegriff liegt immer schon eine Quasilegitimation fĂŒr die Etikettierung von âFremder Kulturâ mitsamt den daraus abgeleiteten Rechten fĂŒr die Zugehörigen (bspw. HoheitsansprĂŒche) bzw. Pflichten (bspw. Integrationsgebot) fĂŒr die Nicht-Zugehörigen und somit Potential fĂŒr rassistische Argumentationen. Sind Angehörige einer Gruppe (hĂ€ufig MinoritĂ€ten) erst einmal als âfremde Kulturâ deklariert, erscheinen Ausgrenzungsproblematiken zwangslĂ€ufig als âselbstverstĂ€ndlichâ und als âin der Sache liegendâ.
Die Verstrickung der Psychologie in rassistische Diskurse - Christoph Herrmann
Nach Dodd (1998) umfasst der Terminus Interkulturelle Kommunikation â(âŠ) the influence of cultural variability and diversity on interpersonally oriented communication outcomes. Differences in communication and social style, world view, customs, expectations, rules, roles, and myths illustrate a few of the elements that explain how culture shapes the communication process.â (S. 4, Hervorh. nicht im Original).
Einen Begriff von Interkultureller Kommunikation zu haben setzt (so auch in obiger Definition) ein VerstĂ€ndnis davon voraus, was jeweils unter Kultur zu verstehen ist. Die begriffliche Festsetzung von âKulturâ ist jedoch nicht unproblematisch, weil hier die Möglichkeit der politischen Instrumentalisierung besteht (siehe hierzu Waldow 2002). Im diskursiv akzeptierten Kulturbegriff liegt immer schon eine Quasilegitimation fĂŒr die Etikettierung von âFremder Kulturâ mitsamt den daraus abgeleiteten Rechten fĂŒr die Zugehörigen (bspw. HoheitsansprĂŒche) bzw. Pflichten (bspw. Integrationsgebot) fĂŒr die Nicht-Zugehörigen und somit Potential fĂŒr rassistische Argumentationen. Sind Angehörige einer Gruppe (hĂ€ufig MinoritĂ€ten) erst einmal als âfremde Kulturâ deklariert, erscheinen Ausgrenzungsproblematiken zwangslĂ€ufig als âselbstverstĂ€ndlichâ und als âin der Sache liegendâ.