Dieses Buch nennt sich selbstbewusst «Roman». Dabei heiĂt der Ich-ErzĂ€hler wie der Autor. Er weist auch gewisse biographische Gemeinsamkeiten mit diesem auf, aber was er vom Stapel lĂ€sst, ist so haarstrĂ€ubend, voller irrer ZufĂ€lle, identitĂ€tenverbiegend, dramatisch und unernst, dass man nur folgern kann: Das ist nicht das wahre Leben, das ist Quatsch. Oder Literatur, eine wilde RĂ€uberpistole, mit DoppelgĂ€nger, geheimen Botschaften (SchlĂŒssel, SchlieĂfach, heikle Polaroids, USB -Stick), einer erotischen Obsession (Vorabendserien-Diva Anja Kruse) und einem Toten im Kleiderschrank. Doch der ErzĂ€hler fĂ€hrt sich immer wieder selbst in die Parade, verliert sich in intimen Bekenntnissen, AufzĂ€hlungen, Abschweifungen, reflektiert ĂŒber Kunst und ĂŒber Hochstapler in der Kunst; und immer wenn er es wirklich zu bunt treibt, schaltet sich ein ziemlich unsympathischer Lektor ein, um ihm den Marsch zu blasen und klarzustellen, was gerade geht auf dem Buchmarkt: Sogleich beginnt der ErzĂ€hler folgsam einen brutalen Thriller, um nach ein paar AbsĂ€tzen doch wieder in eine völlig andere Richtung zu preschen, denn dieses phantastische Buch tut vieles â es verwirrt, reizt zum Lachen und zum Nachdenken, blendet durch VirtuositĂ€t, unterhĂ€lt aufs Köstlichste â, aber brav eine Geschichte erzĂ€hlen, das tut es nicht.
Dieses Buch nennt sich selbstbewusst «Roman». Dabei heiĂt der Ich-ErzĂ€hler wie der Autor. Er weist auch gewisse biographische Gemeinsamkeiten mit diesem auf, aber was er vom Stapel lĂ€sst, ist so haarstrĂ€ubend, voller irrer ZufĂ€lle, identitĂ€tenverbiegend, dramatisch und unernst, dass man nur folgern kann: Das ist nicht das wahre Leben, das ist Quatsch. Oder Literatur, eine wilde RĂ€uberpistole, mit DoppelgĂ€nger, geheimen Botschaften (SchlĂŒssel, SchlieĂfach, heikle Polaroids, USB -Stick), einer erotischen Obsession (Vorabendserien-Diva Anja Kruse) und einem Toten im Kleiderschrank. Doch der ErzĂ€hler fĂ€hrt sich immer wieder selbst in die Parade, verliert sich in intimen Bekenntnissen, AufzĂ€hlungen, Abschweifungen, reflektiert ĂŒber Kunst und ĂŒber Hochstapler in der Kunst; und immer wenn er es wirklich zu bunt treibt, schaltet sich ein ziemlich unsympathischer Lektor ein, um ihm den Marsch zu blasen und klarzustellen, was gerade geht auf dem Buchmarkt: Sogleich beginnt der ErzĂ€hler folgsam einen brutalen Thriller, um nach ein paar AbsĂ€tzen doch wieder in eine völlig andere Richtung zu preschen, denn dieses phantastische Buch tut vieles â es verwirrt, reizt zum Lachen und zum Nachdenken, blendet durch VirtuositĂ€t, unterhĂ€lt aufs Köstlichste â, aber brav eine Geschichte erzĂ€hlen, das tut es nicht.