â [âŚ] Da es sehr unbefriedigend war, Fragen zum Beruf in verschiedensten Wissens- und Forschungsgebieten nur randständig und unkoordiniert zu bearbeiten, wurde Berufsforschung in den 60er Jahren im Institut fĂźr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) institutionalisiert; zugleich bekam auch die Berufsbildungs-forschung (BBF, später aufgegangen im Bundesinstitut fĂźr Berufsbildung, BIBB) eine institutionelle Heimat.â (Rauner 2006, S. 105) Bis dahin konnte die Berufsforschung auf keine solide Forschungsbasis aufbauen. Es existierten keine systematischen und geschlossenen Ansätze zur wissenschaftlichen Erforschung des äuĂerst komplexen Phänomens âBerufâ. Die Berufsforschung stellte sich bis zu diesem Zeitpunkt als Globalbezeichnung fĂźr sämtliche wissenschaftliche Untersuchungen dar, die in irgendeiner Weise auf Fragestellungen zu Berufen eingingen. (vgl. Fenger 1968, S. 328)
Inzwischen kann die Berufsforschung auf eine Ăźber 40-jährige Tradition zurĂźckblicken, wenngleich sie im Jahre 2004 aufgrund der Umorganisation des IAB als Forschungsstrang nicht mehr weiter gefĂźhrt wurde. (vgl. Dostal 2006, S. 279) Aber wurden in dieser Zeit allgemein gĂźltige und fundierte Theorien und Methoden entwickelt um die mannigfaltige Berufslandschaft zu erfassen? Um diese Frage zu beantworten soll im Folgenden ein kurzer Ăberblick zur Vorgehensweise der Berufsforschung gegeben werden. Dabei stehen vor allem Konzepte und Ergebnisse der tätigkeits- und arbeitsmarktnahen Berufsforschung im Fokus. Zusätzlich sollen die Beziehungen zwischen Berufsforschung und Berufsbildungs-forschung näher beschrieben werden, um die Aufgaben und Schwerpunkte der Berufsforschung aufzuzeigen.
Analyse der Schwepunkte und Aufgaben der Berufsforschung - Thomas Berger
â [âŚ] Da es sehr unbefriedigend war, Fragen zum Beruf in verschiedensten Wissens- und Forschungsgebieten nur randständig und unkoordiniert zu bearbeiten, wurde Berufsforschung in den 60er Jahren im Institut fĂźr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) institutionalisiert; zugleich bekam auch die Berufsbildungs-forschung (BBF, später aufgegangen im Bundesinstitut fĂźr Berufsbildung, BIBB) eine institutionelle Heimat.â (Rauner 2006, S. 105) Bis dahin konnte die Berufsforschung auf keine solide Forschungsbasis aufbauen. Es existierten keine systematischen und geschlossenen Ansätze zur wissenschaftlichen Erforschung des äuĂerst komplexen Phänomens âBerufâ. Die Berufsforschung stellte sich bis zu diesem Zeitpunkt als Globalbezeichnung fĂźr sämtliche wissenschaftliche Untersuchungen dar, die in irgendeiner Weise auf Fragestellungen zu Berufen eingingen. (vgl. Fenger 1968, S. 328)
Inzwischen kann die Berufsforschung auf eine Ăźber 40-jährige Tradition zurĂźckblicken, wenngleich sie im Jahre 2004 aufgrund der Umorganisation des IAB als Forschungsstrang nicht mehr weiter gefĂźhrt wurde. (vgl. Dostal 2006, S. 279) Aber wurden in dieser Zeit allgemein gĂźltige und fundierte Theorien und Methoden entwickelt um die mannigfaltige Berufslandschaft zu erfassen? Um diese Frage zu beantworten soll im Folgenden ein kurzer Ăberblick zur Vorgehensweise der Berufsforschung gegeben werden. Dabei stehen vor allem Konzepte und Ergebnisse der tätigkeits- und arbeitsmarktnahen Berufsforschung im Fokus. Zusätzlich sollen die Beziehungen zwischen Berufsforschung und Berufsbildungs-forschung näher beschrieben werden, um die Aufgaben und Schwerpunkte der Berufsforschung aufzuzeigen.