Eduard und Michael haben gemeinsam Medizin studiert und nebenbei in einer Band gespielt, den Rolling Docs, bis sich die Wege trennten. Eduard operiert als Schönheitschirurg im Krisengebiet der westlichen Seele und entfernt die Angst, alt und wertlos zu sein. Michael arbeitet fĂŒr eine humanitĂ€re Organisation und kommt eben aus Afghanistan zurĂŒck; was er mitbringt, sind Geschichten von Gewalt und sinnlosem Sterben. Welten prallen aufeinander, als sich Eduard und Michael nach Jahren wiedersehen â nicht nur politisch, sondern auch privat. Denn Eduard hat mittlerweile Charlotte geheiratet, die davor mit Michael zusammen war. Erneut ist Charlotte zwischen den grundverschiedenen MĂ€nnern hin- und hergerissen. So komfortabel ihr Leben in dem Haus ist, das sie und Eduard sich gerade gekauft haben, so unerfĂŒllt und vor allem kinderlos ist es geblieben. Zugleich stagniert ihre Karriere als SĂ€ngerin, obwohl sie demnĂ€chst in Haydns Die Schöpfung ein Comeback feiern soll. Und dann ist da noch Lilly, die junge Nachbarin, ebenfalls Medizinstudentin, in deren unbefangene Direktheit sich wiederum Eduard verliebt, sodass die alte Ordnung endgĂŒltig zu zerfallen droht. Auf der Folie von Goethes "Die Wahlverwandtschaften" erzĂ€hlt Moritz Rinke von einer untergehenden Welt: von Burgen der BĂŒrgerlichkeit, die brĂŒchig geworden sind; von Menschen, deren Biographien und Körper vernarbt sind vom Krieg oder vom Erfolgsdruck. Westend ist wahrscheinlich Moritz Rinkes bisher reifstes StĂŒck und ganz sicher sein schonungslosestes.
Eduard und Michael haben gemeinsam Medizin studiert und nebenbei in einer Band gespielt, den Rolling Docs, bis sich die Wege trennten. Eduard operiert als Schönheitschirurg im Krisengebiet der westlichen Seele und entfernt die Angst, alt und wertlos zu sein. Michael arbeitet fĂŒr eine humanitĂ€re Organisation und kommt eben aus Afghanistan zurĂŒck; was er mitbringt, sind Geschichten von Gewalt und sinnlosem Sterben. Welten prallen aufeinander, als sich Eduard und Michael nach Jahren wiedersehen â nicht nur politisch, sondern auch privat. Denn Eduard hat mittlerweile Charlotte geheiratet, die davor mit Michael zusammen war. Erneut ist Charlotte zwischen den grundverschiedenen MĂ€nnern hin- und hergerissen. So komfortabel ihr Leben in dem Haus ist, das sie und Eduard sich gerade gekauft haben, so unerfĂŒllt und vor allem kinderlos ist es geblieben. Zugleich stagniert ihre Karriere als SĂ€ngerin, obwohl sie demnĂ€chst in Haydns Die Schöpfung ein Comeback feiern soll. Und dann ist da noch Lilly, die junge Nachbarin, ebenfalls Medizinstudentin, in deren unbefangene Direktheit sich wiederum Eduard verliebt, sodass die alte Ordnung endgĂŒltig zu zerfallen droht. Auf der Folie von Goethes "Die Wahlverwandtschaften" erzĂ€hlt Moritz Rinke von einer untergehenden Welt: von Burgen der BĂŒrgerlichkeit, die brĂŒchig geworden sind; von Menschen, deren Biographien und Körper vernarbt sind vom Krieg oder vom Erfolgsdruck. Westend ist wahrscheinlich Moritz Rinkes bisher reifstes StĂŒck und ganz sicher sein schonungslosestes.